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LED Röhren - Fragen zu Sicherheit und Haftung

LED Röhren setzen sich seit einiger Zeit aufgrund ihrer immensen Einsparpotentiale bei Energieverbrauch und Wartung immer stärker durch. Allerdings gibt es seit Herbst letzten Jahres nach einigen Presseberichten eine wachsende Verunsicherung auf Kundenseite hinsichtlich ihrer Sicherheit und den rechtlichen Haftungsfolgen im Falle einer Umrüstung.

Zu diesen Themen wurde schon viel geschrieben, einiges richtig, anderes falsch aber letztendlich doch meist so, dass noch Raum für Interpretationen blieb.

Mit diesem Artikel möchten wir zur Klärung der Situation beitragen.

LED Röhren der ersten Generation hatten durchweg eine Spannungsversorgung über beide Seiten der Röhre. D.h., an einer Seite lag Phase, an der anderen Neutral. Da LED Röhren anders als herkömmliche Leuchtstoffröhren keine erhöhte Startspannung zur Ionisierung des Gases innerhalb der Röhre benötigen, kann sofort nach Anlegen der 230V Wechselspannung ein Strom fließen. Wird die LED Röhre unachtsamerweise mit einer Seite in den Sockel an dem die Phase anliegt eingeführt, und der Monteur berührt gleichzeitig einen Kontakt auf der gegenüberliegenden Seite, erhält er einen elektrischen Schlag. Nach der Niederspannungsrichtlinie und dem Produktsicherheitsgesetz muss ein solcher Fall ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollen seit 2011 nur noch LED Röhren in den Verkehr gebracht werde, bei denen eine solche Gefährdung ausgeschlossen ist.

Stand heute werden fast ausschließlich LED Röhren angeboten, bei denen die Betriebspannung nur über die beiden Kontaktstifte auf einer Röhrenseite zugeführt wird. Die Kontakte auf der gegenüberliegenden Seite sind nicht mit der Treiberelektronik verbunden und stehen daher auch nicht unter Spannung, wenn die andere Seite in den Sockel eingeführt wird.

Diese Verschaltung der Röhre macht allerdings eine Änderung der Spannungsführung in der Lampe notwendig. Herkömmliche Leuchtstoffröhren sind auf Spannungsversorgung über beide Seiten der Röhre ausgelegt. D.h., die Verkabelung in der Lampe muss so geändert werden, dass die Spannung von einer Seite der Röhre auf einen Kontakt der anderen Seite geführt wird. Üblicherweise geschieht dies bei modernen und der Norm entsprechenden LED Röhren durch den Austausch des normalen Starters gegen eine Brücke oder Sicherung. Diese sind in einem Gehäuse von herkömmlichen Leuchtstoffröhrenstartern verbaut und können so in den existierenden Startersockel eingesetzt werden. Großer Vorteil dieses Prinizips ist gleichzeitig der Wegfall jeglicher Umrüstung der Lampe und daher der Erhalt des CE Zeichens - und somit der Haftung des Herstellers. Nachteil allerdings ist der Verbleib des nach wie vor Energie verbrauchenden Vorschaltgerätes. Elektronische Vorschaltgeräte müssen sogar überbrückt oder entfernt werden, was den Verlust der CE Deklaration zur Folge hat. Der Auftraggeber einer solchen Umrüstung wird dann zum Quasi Hersteller und haftet für evtl. Schäden, die in Folge der Umrüstung entstehen können.

Um unseren Kunden Sicherheit zu geben, hat sich die Helecta dieser beiden Punkte angenommen. Selbstverständlich sind unsere Röhren schon seit letztem Jahr für eine einseitige Spannungsversorgung ausgelegt. In diesem Jahr haben wir die Sicherheit unserer Röhren zusätzlich auch offiziell vom TÜV zertifizieren lassen.

Um das Haftungsrisiko einer Umrüstung der Leuchte für unsere Kunden zu eliminieren, lassen wir Leuchten von einem Partner fertigen, die speziell für LED Röhren ausgelegt sind. Keinerlei Umrüstung ist notwendig und daher geht auch kein Haftungsrisiko auf unsere Kunden über.

So kann die Entscheidung für den Einsatz hocheffizienter LED Röhren fallen, ohne dass man Risiken hinsichtlich der Arbeitssicherheit oder eines verloren gegangenen Versicherungsschutzes eingeht.